Am vergangenen Freitag fand erneut das Global Azure in den Räumlichkeiten von Microsoft in München statt. Es war ein intensiver Tag mit vielen praxisnahen Sessions, spannenden Gesprächen und jeder Menge Azure- und AI-Input. Hier ein kurzer Rückblick auf die einzelnen Sessions.
Session 1: State of AI
Philipp gab in seiner Keynote einen starken Überblick über den aktuellen Stand der Microsoft AI Plattform. Besonders spannend war die Einordnung, wie Azure, Microsoft Foundry, Fabric und Copilot zusammenwirken, um skalierbare AI-Lösungen für Unternehmen aufzubauen. Die Session war strategisch fundiert und gleichzeitig praxisnah genug, um konkrete Implikationen für Architektur- und Produktentscheidungen mitzunehmen.
Session 2: KI für reale Business-Workflows
Sandra zeigte, dass moderne AI-Lösungen weit über klassische Chatbot-Szenarien hinausgehen. Anhand eines realen Beispiels wurde live demonstriert, wie Informationen direkt aus Bildern extrahiert und zur automatischen Formularbefüllung genutzt werden können - mit Azure OpenAI, Azure Container Apps und einer sauberen Microservice-Architektur. Besonders wertvoll: Die gezeigten Konzepte sind nicht auf Java beschränkt, sondern lassen sich genauso mit .NET oder Python umsetzen.
Session 3: Multi-Agent-Orchestrierung
In meiner eigenen Session ging es darum, wie komplexe Aufgaben durch spezialisierte Agents gelöst werden können, statt alles in einen einzigen “Super-Agenten” zu pressen. Ich habe gezeigt, wie Agent-Kommunikation, Orchestrierung und Entscheidungslogik zusammenspielen, wie sich deterministische Logik mit LLMs kombinieren lässt und warum Observability für produktionsreife Systeme entscheidend ist.
Wer sich die gezeigten Inhalte und Beispiele genauer ansehen möchte, findet meinen Code in meinem GitHub-Repository .
Session 4: Azure Container Hosting - Die richtige Plattform für Container-Anwendungen finden
Die Session von Daniel lieferte einen sehr guten Vergleich der verschiedenen Container-Hosting-Optionen in Azure - von Web Apps über Container Apps bis hin zu weiteren Services. Besonders hilfreich war die klare Einordnung, wann welche Plattform sinnvoll ist und warum AKS nicht immer die erste Wahl sein muss. Auch die Integrationsmöglichkeiten mit VNETs und Sicherheitsdiensten wie Azure Defender for Containers wurden praxisnah beleuchtet.
Session 5: Kostenfallen vermeiden und Einsparpotenziale nutzen
In der Session von Florian stand die Kostenoptimierung im Mittelpunkt: Welche Features und Architekturentscheidungen unnötig teuer werden können, wie man laufende Kosten sinnvoll analysiert und wo schnell Einsparpotenziale liegen. Die Session hat sehr gut gezeigt, dass sich Kosten häufig deutlich reduzieren lassen, ohne bei Performance oder Skalierbarkeit Kompromisse machen zu müssen.
Session 6: Azure Ressourcen erfolgreich in eine Landing Zone überführen
Anhand eines Kundenprojekts wurde die Migration bestehender Umgebungen in eine moderne Azure Landing Zone nachvollziehbar von Matthias dargestellt - von der Bestandsaufnahme über die Risikobewertung bis hin zur Umsetzung mit Terraform und einer belastbaren Migrationsstrategie. Besonders wertvoll waren die ehrlichen Einblicke in Hürden und Learnings aus der Praxis.
Session 7: Agent ohne Guardrails = Praktikant mit Adminrechten
Die Abschluss-Session von Ralf war ein starkes Beispiel dafür, wie schnell ein Agent-Prototyp in der Realität an systemische Grenzen stößt. Gezeigt wurde der Weg von “Prompt und Hoffnung” hin zu einem belastbaren Setup mit klarer Werkzeugkette, Zuständen, Audits und Verantwortlichkeiten. Besonders relevant war dabei die Rolle des Model Context Protocols als vertraglicher Rahmen für erlaubte Tools, Datenzugriffe und Sicherheitsgrenzen - inklusive echter Fail-Momente und konkreter Fixes.
Danke
Ein großes Dankeschön geht an die Organisation rund um Thomas , Ralf , Ben und Michael . Vielen Dank für euren Einsatz und dafür, dass ihr dieses Event in München möglich gemacht habt. Ebenso ein großes Dankeschön an die Sponsoren!
Ebenso danke ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern - insbesondere für die vielen spannenden Gespräche vor und nach meiner Session. Genau dieser Austausch macht solche Events so wertvoll.